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Rosie's

von Santoch

1/1

„Oh mein Gott, Mulder, warum können Sie damit nicht endlich mal aufhören?“ schrie Scully ihn an. „Ich begreife nicht, warum Sie immer noch daran glauben!?“



So ging es schon eine halbe Stunde. Mulder versuchte Scully zu überreden, dass sie mit ihm an einer X-Akte arbeitet. Mulder hatte von einem Fall in Passadena gehört, der sich seiner Meinung nach sehr interessant schien.


„Kommen Sie, Scully. Es ist nur für einen Tag. Wir schauen uns die Gegend an, und dann fliegen wir wieder zurück. Skinner wird davon nichts mitbekommen.“



Scully war es leid, ständig irgendwelche unerlaubten Dinge zu machen. Ihnen sind schon mal die X-Akten entzogen worden. Und darauf hatte sie keine Lust mehr.

„Mulder, ich bin es einfach leid, unerlaubt einen Fall zu bearbeiten. Ich will einfach nicht meinen Job gefährden.“ Sie hatte es wirklich leid, dass sie um ihren Job bangen muß. So sehr sie auch gerne mit Mulder zusammenarbeitet und mit ihm

zusammen ist, aber sie kann nicht immer seinen Babysitter spielen, und schon gar nicht ihren Job verlieren.



„Scully, Sie sind einfach feige. Seit wir wieder die X-Akten haben sind Sie nicht mehr bei der Sache wie früher. Verstehen Sie, mir ist dieser Fall wichtig. Ich möchte ihn lösen. Und sie sollen mir dabei helfen.“

„Aber ich kann und will es nicht, Mulder. Verstehen Sie es doch. Irgendwann mal ist der Punkt, wo man einfach nicht mehr kann.“

„Aber ...,“ versuchte Mulder zu widersprechen.

„Es gibt kein aber, Mulder. Ich hab einfach keinen Nerv mehr mit Ihnen darüber zu streiten. Ich werde jetzt nach Hause gehen, ein Bad nehmen, und morgen wieder hier im Büro sitzen.“ meinte Scully, packte ihre Sachen und ging.





*Ich bin es leid, mit ihm darüber zu diskutieren.* dachte sich Scully. Sie ging zu ihrem Auto und fuhr los. Ihr ist aufgefallen, dass sie das erste mal Mulder alleine gelassen hat. Und sie fühlte sich ehrlich gesagt gar nicht so gut dabei. Aber zurück gehen konnte sie auch nicht. Es würde so aussehen, als ob sie angekrochen kommen würde. Und das war nicht gerade ihr Ding.

Sie fühlte sich schlecht, und nach Hause wollte sie eigentlich auch nicht mehr.

Sie fuhr durch die Gegend, und auf einmal sah sie eine Bar. Eine kleine abgelegene Bar, mit rosa Leuchtschrift: „Rosie’s“. Sie stand vor dieser Bar und dachte sich:

* Nicht gerade ein Nobelschuppen, aber für einen Drink ganz in Ordnung.*

Sie hatte auch nicht vor lange dort zu bleiben.



Sie ging dann auch rein, und ihr fiel auf, dass nicht gerade viele Leute hier waren.

* Kann mir ja auch egal sein, ich bleibe nicht lang hier.*

Sie setzte sich an die Theke und bestellte sich ein MaiTai.



Am anderen Ende der Theke saß ein Mann. Scully schaute ihn sich genau an. Er war nicht gerade groß, vielleicht gerade mal 1,70 m groß, hatte braune, kurze Haare, und stahlblaue Augen.
Ihre Blicke trafen sich, als sich beide in dieser Bar umschauten. Irgendwie kam ihr dieser Mann ein bisschen weiblich vor, doch er sah schon wie ein Mann aus.

Sie sah ihn sich noch genauer an, und bemerkte dann schließlich, dass sie dieser Mann auch beobachtete. Auf einmal stand er auf, und kam auf Scully zu und fragte: „Darf ich mich neben Sie setzen?“

Scully wußte nicht so recht, was sie sagen sollte, und nickte einfach nur noch.



„Sie sehen so aus, als ob Sie nicht ganz glücklich wären,“ meinte dieser fremde Mann.

„Das stimmt. Ich hatte gerade eine Auseinandersetzung mit meinem Partner“, antwortete Scully. „Ausserdem hab ich ihn alleine gelassen, was für mich eigentlich untypisch ist. Aber warum erzähl ich Ihnen das eigentlich. Ich kenne Sie doch gar nicht.“

Er meint dann: „ Manchmal ist es einfacher mit einem Fremden über seine Probleme zu reden als mit jemanden, den man kennt. Mir geht es auch nicht gerade gut. Meine Freundin hat mich verlassen. Nach einer 4-jährigen Beziehung. Und ich bin hier, weil ich mir gedacht hab, dass ich mit jemanden reden kann. Und sie hab ich mir ausgesucht.“



Scully schaute ihn fragend an, aber dieser Mann hatte was, das ihr gefiel.

Also redeten die beiden, besser gesagt Kim, so hieß er, erzählte über seine Probleme und Scully hörte ihm zu. Sie redeten und tranken.

Aus einem MaiTai wurden drei an diesem Abend, und Kim sah auch nicht mehr so aus, als ob er noch fahren könnte. Also riefen sich die beiden ein Taxi und fuhren zu seiner Wohnung.



Die Wohnung war nicht aufgeräumt. Kim entschuldigte sich dafür. „Es tut mir leid, aber ich hab nicht mit Besuch gerechnet.“

Scully störte das überhaupt nicht. Es störte sie nichts mehr. Sie fühlte sich nur wohl, und Kim suchte nach einer Flasche Wein, die sie vielleicht noch trinken könnten.



„Aber nur noch ein Glas, dann muß ich wirklich nach Hause.“ sagte Scully, aber nicht mehr so ganz deutlich. Sie lachte dann auf einmal, warum wußte sie nicht.

Kim kam auf sie zu mit zwei Gläser Weißwein.



„Auf einen schönen Abend, Scullllllliiiiiiii.“ versuchte Kim noch herauszubekommen, aber seine Zunge wollte nicht so recht wie er. Er saß kniend vor ihr, und Scully saß auf der Couch. Sie versuchten anzustoßen, doch es klappte nicht so recht. Kim verlor irgendwie das Gleichgewicht, und fiel auf Scully.

Sie schauten sich tief in die Augen. „Hat Dir schon jemals einer gesagt, dass Du schöne Augen hast, Kim?“ sagte Scully.

„Schon, aber Deine Augen sind viel schöner.“ Kaum hatte Kim das gesagt, fingen sie an sich zu küssen. Sie wurden immer heftiger und leidenschaftlicher.

Und Scully dachte sich: *Oh Gott, kann der gut küssen.*



Sie küssten sich, wurden immer heftiger und leidenschaftlicher. Scully fing an das Hemd von Kim zu öffnen, und dann ihres auch gleich. Er küßte ihren Hals, hinter ihrem Ohr.

*Genau die Stelle...oh mein Gott, Du bist so gut...*



Er sah sie an und fragte: „Sollen wir ins Schlafzimmer?“

„Ja!!“ stöhnte Scully.



****************************



Sie lagen auf diesem wunderschönen großen Bett, auf dem eigentlich noch zwei weiter Leute schlafen könnten, aber in ihrer Euphorie nutzten sie das gesamte Bett.

Sie lagen beide quer, und Kim fing an Scully’s Körper zu küssen. Er ließ keinen Millimeter aus, und sie genoß es sehr.

*So leidenschaftlich und zärtlich... so hat mich ein Mann noch nie verwöhnt.*



Er küsste ihre Brüste, umkreiste ihre Brustwarzen mit seiner Zunge. Das machte sie sehr an. „Bitte, mach weiter. Küß meinen ganzen Körper!“ flehte sie ihn an. Und ihr Wunsch war ihm Befehl.



Kim küsste wirklich Scully’s ganzen Körper. Sie konnte es nicht fassen, wie toll sich das anfühlte.

* Wie sehr ich das vermißt hatte...*

Er kam immer näher an ihren Schambereich, und Scully stöhnte immer lauter auf, je näher er kam. Es schien beiden zu gefallen.



„Soll ich Deine Muschi lecken?“ fragte Kim. Allein der Klang seiner Stimme ließ diese Worte obszön klingen, aber Scully gefiel es.

„Jaa...“ brachte Scully nur noch heraus.



Kim küsste sie erst, und dann leckte er an ihr, als wäre es Eiscreme. So sanft und vorsichtig, als ob er „sein Eis“ genießen würde. Scully spürte, wie seine Zunge ihre Klitoris umkreiste, und es machte sie total wild. Sie konnte es nicht mehr aushalten.

„Steck Deinen Finger rein!“ platzte es aus ihr heraus. Sie war selber überrascht, aber sie konnte einfach nicht mehr. Dieses Gefühl... es überkam sie einfach.



Kim benutze seine Finger, um Scully ihrem Wunsch nachzugehen. Erst drang er vorsichtig in sie, dann wurde seine Bewegung immer schneller und heftiger.

Scully bewegte sich im Rhythmus mit.

Sie war kurz davor zu kommen. „Bitte lass mich kommen! Ich will es jetzt !“ forderte Scully ihren Liebhaber. Kaum hatte sie diese Worte ausgesprochen, war es dann auch passiert. Ihr Orgasmus war so stark, dass ihr ganzer Körper anfing zu zucken, und es kribbelte überall. Sie fühlte sich so befreit und erleichtert und befriedigt.



Sie war so geschafft, dass sie beinahe sofort einschlief. Aber vorher brachte sie noch ein paar Worte heraus. „Du warst so gut. Du weißt genau, was eine Frau will!“



***********************



Am nächsten Morgen wachte Scully leicht verkatert auf. Sie schaute sich in diesem Zimmer um, und fragte sich, „Wo bin ich denn gelandet?“ Sie bemerkte eine Flasche Wein auf dem Nachttisch und so langsam dämmerte, was letzte Nacht war.



„Nach dem Streit mit Mulder bin ich in diese Bar gegangen, um einen Drink zu nehmen. Und mich hat ein Mann angesprochen... Genau, das weiß ich noch. Doch ich hatte etwas zu viel getrunken.... Und was war dann ?“



Langsam konnte sie sich an die letzte Nacht erinnern. Sie ging mit Kim nach Hause,

und dann hatten sie beide eine wahnsinnig leidenschaftliche Nacht.



Scully wollte aufstehen, und bemerkte, dass sie noch nackt war. Sie schnappte sich ein Bettlaken, und schaute sich ein bisschen in der Wohnung um.

*Eine schöne Wohnung. Muß von einer Frau eingerichtet worden sein.*





Scully ging ins Schlafzimmer zurück, und zog sich an. Sie ist nicht gerade der Typ dafür, die Männer aus irgendwelchen Bars abschleppt und sich dann aus dem Staub macht. Aber ihr war die Situation peinlich, und sie hatte vor so zu handeln. Sie ging ins Bad und wollte sich noch kurz frisch machen, und mit einem Taxi ins Büro fahren. Sie schlich sich ins Bad, drehte den Wasserhahn auf, stand gebeugt über dem Waschbecken und spritzte sich ein wenig Wasser ins Gesicht. Scully nahm einfach ein Handtuch aus dem Regal und trocknete ihr Gesicht ab. Als sie dann wieder nach oben kam, bemerkte sie, dass Kim hinter ihr stand und sie erschrak.

Eine nackte Frau stand hinter ihr!



„Wer sind Sie? Wo ist Kim?“ fragte sie ganz verstört.

„Dana, kannst Du Dich nicht mehr an unsere letzte Nacht erinnern?“

„Wieso ‘unsere letzte Nacht’? Ich kann mich daran erinnern, dass ich letzte Nacht mit einem Mann zusammen war, und nicht mit einer Frau!“ gab Scully als Antwort.

„Nein, Dana. Ich bin’s, Kim. Ich hab Dich gestern Abend mit nach Hause genommen.

Und wir hatten letzte Nacht Sex.“

„Wirklich? Ich dachte... ich meine... Ich hab gedacht, dass Du ein Mann bist, und keine Frau.“



Scully wußte nicht was sie machen sollte. Sie brachte kein Wort mehr heraus.

Sie starrte Kim nur noch an. *Wie konnte mir so was passieren ?* dachte sich Scully. Sie entschuldigte sich bei Kim, dass sie jetzt gehen müsse.

„ Es tut mir leid, aber ich muß jetzt gehen. Ich werde im Büro erwartet. Könnte ich Dein Telefon benutzen?“

„Klar. Es ist im Wohnzimmer, auf meinem Wohnzimmertisch.“



Scully bestellte ein Taxi. „Wohin...? Tja,... Wie heißt die Straße hier?“ fragte sie dann Kim.

„Ingelwood Drive 47.“ antwortete Kim

„Bitte kommen Sie in den Ingelwood Drive 47. Bis wann sind Sie dann da? ... In zehn Minuten ?! Okay, ich werde dann unten stehen.“ beendete Scully das Telefonat.

Sie saß auf der Couch und wußte nicht, was sie machen sollte.



Kim unterbrach das Schweigen. „Es war für Dich das erste Mal, oder?“ fragte sie Scully. „Ich meine, das erste Mal mit einer Frau ?“

„Ja. Ich hab gestern angenommen, dass Du ein Mann bist. Mir ist schon aufgefallen, dass Du weiblicher als andere Männer bist. Aber Dein Name... Kim...“ versuchte sich Scully rauszureden.

„ Kim ist nicht nur ein Männername. Ich finde, es ist eher ein Frauenname... Aber dass es für Dich das erste Mal mit einer Frau war, hätte ich nicht gedacht. Ich hab gedacht, dass Du gemerkt hast, dass ich eine Frau bin. Es waren fast nur Frauen in der Bar gestern. Und die Männer dort waren, sind ausschließlich Schwule. Ich denke, Du weißt, dass Rosie’s eine Bar für Homosexuelle ist. Oder etwa nicht?“

Scully schüttelte nur noch ihren Kopf. Sie war so fassungslos, dass sie jetzt kein Wort mehr herausbrachte.

„Oh mein Gott, das muß jetzt für Dich ein Schock sein.“ meinte dann Kim.

„Irgendwie schon. Ich wollte gestern nur auf einen Drink in diese Bar. Und ich wußte nicht, dass es ein Treff für Homosexuelle ist.“ Scully war die Situation peinlich.

Sie schaute auf die Uhr und meinte: „Ähem, ich glaube, das Taxi wird gleich kommen. Ich werde dann mal gehen.“

„Melde Dich doch mal. Ich würde mich auf jeden Fall freuen.“ sagte Kim.

„Ja, ich weiß ja wo Du wohnst.“ rief Scully, als sie schon halb aus der Wohnung war.



Scully stand noch einige Minuten unten und wartete auf das Taxi. Ihr war es lieber hier auf das Taxi zu warten, als oben in Kim’s Wohnung zu sitzen.

Sie stieg in das Taxi ein, und sagte dem Fahrer, wohin er sie bringen soll. Erst wollte sie ihr Auto abholen, und dann nach Hause fahren, duschen und ins Büro.



Während der Fahrt mußte sie ständig an letzte Nacht denken.

*Das kann einfach nicht wahr sein. Ich hatte letzte Nacht keinen Sex mit einer Frau.

Das müßte ich doch gemerkt haben....*



Scully konnte es nicht fassen. Sie war irgendwie durcheinander, konnte sich die letzte Nacht nicht so recht erklären. * Ich muß ja zugeben, dass die Nacht wunderschön war. Ich hätte nie gedacht, dass Sex mit einer Frau so schön sein kann.*



Nach einer Weile kamen sie bei Rosie’s an. Scully bezahlte den Taxifahrer, stieg in ihr Auto und fuhr so schnell wie möglich in ihr Auto. Sie schaute auf die Uhr.

* Mist, es ist schon 9 Uhr. Ich muß mich beeilen, auch wenn ich jetzt schon spät dran bin.*



Als sie in ihrer Wohnung ankam, sprang sie schnell unter die Dusche, zog sich frische Kleidung an, und fuhr los ins Büro. Unterwegs hielt sie bei McDonalds, um sich einen Kaffee zu besorgen. *Das brauche ich dringend nach dieser Nacht.*



So gegen 10 Uhr war sie dann endlich im Büro. Sie ging in ihr Büro, und dort saß dann Mulder, der sich schon Sorgen gemacht hatte. „ Was ist denn los, Scully. Sonst sind Sie nie so spät dran. Ist irgendwas passiert?“ fragte er ganz besorgt.



Scully wunderte sich, dass Mulder hier war. Sie ging erst gar nicht auf seine Frage ein. „Ich dachte, Sie wollten nach Passadena, um einen Fall zu bearbeiten.“ fragte Scully ihn.

„Jetzt weichen Sie nicht meiner Frage aus, Scully. Jetzt sagen Sie schon, was passiert ist.“

„Ich hatte eine wahnsinnige Nacht. Ich hab einfach verschlafen.“

Doch wie wahnsinnig die letzte Nacht war, wird Mulder nie erfahren...





**** Ende ****