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Pain in her heart

von Denise

Kapitel 2

Verzweifelt hing Dana Skinner am Felsen und hielt sich angstvoll fest, damit sie nicht in die Tiefe fiel und danach auf die Speerspitzen der Felsen unter ihr. Denn dann wäre sie wohl nicht mehr länger am leben, fürchtete sie. Wo war bloß Walter? Im Büro. Und sie konnte ihm nicht Bescheid sagen! Innerlich verfluchte sie die letzten zwei Tage. Wieso war sie auch zu müde gewesen? Warum hatte sie nicht...? Nein, sie könnte ihn niemals belügen! Nie im Leben. Ihr Walter war der einfühlsamste Mann, den sie kannte. Aber manchmal klammerte er sich einfach zu sehr an den Gedanken, sie unbedingt glücklich machen zu wollen. Dann war er immer verspannt und abwesend.

Nun hing Dana hier und hatte solche Gedanken. Es waren wahrscheinlich ihre letzten und sie musste ausgerechnet an so etwas denken! Hätte sie in diesem Moment nicht zu viel Angst, dann hätte sie höchstwahrscheinlich gelacht. Da fielen ihr die Kleinen wieder ein! Wenn sie sterben würde, würden auch die Kinder mit ihr sterben und Walter und William wären allein! Nein, sie wollte, durfte und konnte nicht einfach so sterben! Nicht, ohne gekämpft zu haben, nein.

Mit aller Kraft versuchte sie sich am Felsen hochzuziehen. Stück für Stück näherte sie sich dem festem Erdboden. Ihre Hände waren fast völlig taub und schmerzten. Doch Dana ignorierte es und zog sich weiter hoch.



Gerade, als ihre Kräfte sie verließen, hörte sie eine ihr wohlbekannte Stimme rufen:



„Dana!!!"



Es war ihr Mann! Es war Walter! Dana konnte nicht antworten, sie war zu schwach, um noch irgendetwas zu rufen. Walter lief über den Rasen und hielt seine Taschenlampe fest in der rechten Hand. Wo war Dana nur? Er konnte in dieser Dunkelheit kaum etwas erkennen und betete, dass alles in Ordnung mit ihr und den Kindern war. Warum war er auch im Büro geblieben und hatte sie allein gelassen?! Am liebsten hätte er sich im Moment selbst geohrfeigt, so wütend war er auf sich selbst! Suchend lief er zwischen den riesigen Felsen entlang und rief immer wieder ihren Namen.

Doch keine Antwort. Langsam befiel ihm die Angst. Wo konnte sie nur sein? Als der Lichtkegel seiner Taschenlampe auf etwas fiel, dass sich bewegte, blieb er stehen und blickte hinüber. Es waren Finger! So schnell er konnte, lief er zu der Stelle und fiel dann auf die Knie.



„Dana!", rief er erschrocken und fasste sie bei den Handgelenken.



„Walter...", flüsterte sie matt.



„Ich werde dir helfen, warte!"



Vorsichtig, aber kraftvoll zog er sie an beiden Händen hoch und trat langsam rückwärts, darauf bedacht, nicht auszurutschen, da der Fels wirklich nass war. Dana stöhnte leise auf und schloss erschöpft ihre Augen. Walter hatte es geschafft! Erleichtert fing er sie auf, als sie vornüber kippte.

Sie atmete heftig und klammerte sich an ihn. Obwohl sie sehr geschwächt war, hatte sie immer noch genug Kraft, um ihn so zu umklammern. Ihn erstaunte das immer wieder! Wie froh er doch war, sie wieder in seinen Armen zu halten!



„Schatz, was ist passiert? Wieso bist du um diese Zeit noch hier draußen?"



„Ich... ich war so allein..."



„Aber du hättest mich doch anrufen können", sagte er besorgt.



„Nein.. ich... du wolltest doch...", sie konnte nicht mehr und brach in Tränen aus.



„Shhht... ich bin ja jetzt da, Dana. Und ich werde nicht wieder gehen, versprochen!"



Ihr kleiner Körper wurde von heftigen Schluchzern geschüttelt und er hielt sie sanft, aber dennoch fest an sich gedrückt und strich ihr über den Rücken. Warum hatte er sie alleine gelassen? Diese Frage schwirrte ihm durch den Kopf und er wusste keine Antwort, wenn er ehrlich sein sollte. Hauptsache, es ging seiner Dana und den Kindern gut! Sie konnte einfach nicht aufhören zu weinen und Walter spürte es. Behutsam hob er sie auf seine Arme und trug sie zum Wagen.



Schlafend lag Dana in seinen Armen und hatte sich eng an ihn gekuschelt. Ihr Gesicht war friedlich und kein Alptraum schien sie zu plagen. Walter seufzte leise und hielt sie weiterhin umarmt. Hätte er sie nicht alleine gelassen, wäre dass alles nicht passiert. Doch hatte er es getan und es war schrecklich genug, dass sie hatte so leiden müssen. Niemals wieder würde er sie so enttäuschen wie heute! Das schwor er sich. Wenn ihr etwas passiert wäre, hätte er es sich niemals verziehen, dass wusste er. Außerdem konnte Walter nicht verstehen, warum seine Dana immer noch hier bei ihm war und nicht schon längst fort. Ihr Vertrauen war anscheinend unerschütterlich. Müde schloss er seine Augen und atmete ihren Duft ein. Endlich konnte er sie wieder in seinen Armen halten und beruhigt schlafen! Wie hatte er sie doch vermisst!



„Ich liebe dich, Dana...", flüsterte er dicht an ihrem Ohr.



„...hm.. Ich liebe dich auch...", murmelte sie im Halbschlaf und gähnte leise.



Zufrieden schlief Walter ein und Dana schmiegte ihren Kopf in seine warme Halsbeuge, so, wie sie es immer tat, wenn er eingeschlafen war. Egal, was auch immer passierte.. nicht in einer Million Jahren würde sie ihn verlassen, oder ihm weniger vertrauen! Was auch geschah, sie liebte ihn und würde es auch für immer und ewig tun!





The End!
Hm, ich hoffe, dass war jetzt nicht zu abgehackt? Ich meine, es ist gerade kurz nach 22 Uhr und ich schlafe hier fast ein. Aber ich musste diese Story einfach schreiben! *grins*