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Life is easy

von lonelylight

1/1

Monica lehnte ihre Arme auf das Geländer der Dachterrasse und lies ihren Blick über das geschäftige Treiben zwölf Stockwerke unter ihr gleiten. Seit zwei Monaten bewohnten sie und Dana diese Wohnung; seit sie sich entschlossen hatten, trotz aller Einwände zusammen zu ziehen. Sie hatten beide ihre Wohnungen verkauft und mit dem Erlös konnten sie sich die geräumige Dachgeschosswohnung inmitten Washingtons, aber scheinbar weitab aller Probleme und dem Trubel der Großstadt, leisten.
Im zwölften Stock lebten sie auf höchster Ebene und die im Dach, dessen Neigung höchstens 40° betrug, eingelassenen Dachschrägenfenster machten die Räume wunderbar hell und zumindest von der Seite uneinsichtig. Im Sommer musste man zwar Tagsüber die Jalousien runterlassen und zum lüften musste sich Dana entweder einen Stuhl oder Monica - die groß genug war um die Fenster ohne Hilfsmittel zu öffnen - holen, aber dafür waren die Wände für Bilder frei. Und davon zeichnete William genug.
Die hellen Farben der Wände verhinderten, dass die niedrigen Räume - die Decke war bei 1.70 cm angesetzt - beengend wirkten; die geräumige Wohnküche war in einem freundlichen gelb gestrichen, das Schlafzimmer in himmelblau, die Tapete im Kinderzimmer war mit bunten Comicmotiven versehen und Badezimmer, sowie Gästetoilette, waren ganz in weiß und aquamarin gehalten.

Monica klopfte gedankenverloren mit dem Fluss gegen die Plexiglasverkleidung, die sie am Geländer angebracht hatte, damit William nichts hinunterwerfen konnte.
Jetzt war sie doppelt froh über diese Sicherheitsmaßnahme, da sie Zuwachs in Form des kleinen Scottshterriers Easy bekommen hatten und er hätte sich leicht durch die Gitter zwängen können und so den ersten und letzten Flug seines Lebens gemacht.
Easy zupfte an Monicas rechtem Hosenbein und sah mitleidig zu ihr auf, so dass ihr beinahe nichts anderes übrig blieb, als ihn au die Arme zu nehmen.
Der Wind fuhr sanft durch ihr Haar und das Licht der untergehenden Sonne veränderte die ganze Stadt. Der Potomac war wie ein Strom flüssigen Goldes und die für Monica unhörbar lärmenden Autoschlagen glitzerten Orange, während sie sich träge dahin zogen.
Die Wahrzeichen Washingtons erstrahlten im der Licht der sterbenden Sonne und die Zeit schien still zustehen, als wäre Monica nur ein Betrachter eines Bildes in einem Museum, der fasziniert die glühenden Dächer der Häuser studierte.
Dana kam auf die Terrasse und legte sachte eine Hand auf Monicas Schulter. Sie war zum greifen nahe und doch unendlich weit weg und Dana wagte einen Vorstoß in Monicas Welt und so näherten sich ihre Gesichter einander. Aber bevor sie sich ihre Lippen trafen, schnellte Easy hoch und leckte beiden das Gesicht ab. Sie begannen zu lachen und der kleine Hund sah verdattert auf.

„Na kommt, gehen wir rein und waschen uns ab!“, meinte Dana. „Wir können ja nach dem Abendessen weitermachen!“, flüsterte sie Monica grinsend ins Ohr und Monicas Herz schlug sofort schneller.

Ende