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Only a dream of you?

von Putzi

Kapitel 1

Memorial Hospital

Washington D.C.



Scully lag in ihrem Krankenbett und starrte an die Decke. So lag sie nun schon, seit Skinner gegangen war. Sie überlegte, wie es weiter gehen sollte und was sie jetzt tun sollte – ohne Mulder. Sie vermißte Mulder. Er war erst 4 Tage weg und doch vermißte sie ihn, als wären schon Jahre vergangen, seit sie ihn das letzte Mal gesehen hatte. Sie vermißte seine Stimme, seinen Geruch, seine Witze, seine unwissenschaftlichen Erklärungen, die sie immer wieder zur Weißglut brachten, seine Augen, die sie liebevoll und besorgt ansahen, seine starken Arme, die sie umarmten und ihr das Gefühl gaben, als wäre sie nirgendwo sicherer und sie vermißte seine Lippen auf ihren. Sie hatte Angst, Angst vor der Zukunft, Angst ihn nie wieder zu sehen und Angst, dass sie es nicht ohne ihn schaffen würde. Sie fragte sich schon die ganze Zeit, ob sie es hätte verhindern können, wenn sie mit ihm gegangen wäre. Ob sie ihn irgendwie hätte retten können. Scully schloß die Augen um ihre Gedanken zu verscheuchen, doch sie kamen immer wieder zurück. Sie mußte ihn finden! Das war sie ihm schuldig! Das war sie sich schuldig! Und das war sie ihrem Kind schuldig! Und sie würde ihn finden! Ja, das würde sie! Sie mußte ihn finden, weil sie ihn brauchte. Ja, sie brauchte ihn. Scully hatte lange gebraucht um sich das einzugestehen. Sie hatte immer versucht von niemandem abhängig zu sein. Sie wollte immer auf eigenen Beinen stehen. Aber jetzt, da er weg war, merkte sie, wie sehr sie ihn brauchte. Sie hatte ihm lange ihre Gefühle vorenthalten und jetzt, da sie es endlich getan und sie endlich hätten glücklich sein können, war er verschwunden. Er war immer ihre Stütze gewesen, ihr Ansporn um weiter zu suchen. Sie wußte nicht, ob sie ohne ihn seine Suche weiterführen konnte, auch wenn diese Suche inzwischen auch zu ihrer geworden war. Scully drehte sich zur Seite und starrte zur Tür. Warum nur erwartete sie, dass er jeden Augenblick dort hindurch kommen und sie in den Arm nehmen würde. Sie brauchte ihn jetzt verdammt! Sie brauchte ihn, um ihr das alles zu erklären. Sie war schwanger. Was sie Skinner aber nicht erzählt hatte, war die Tatsache, dass Scully sehr genau wußte, wer der Vater ihres Kindes war. Sie hatte schon seit Jahren mit keinem Mann mehr geschlafen und deshalb konnte es nur in dieser einen Nacht in Oregon passiert sein. In dieser einen Nacht, in der sie und Mulder einmal nicht über Konsequenzen nachgedacht hatten und ihren Gefühlen und ihrer Leidenschaft freien Lauf gelassen hatten. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht beim Gedanken daran, was Mulder wohl für ein Gesicht machen würde, wenn er es erfuhr. Sie hatte sich seit Jahren ein Kind gewünscht und jetzt, da sie schwanger war, hatte sie niemanden, mit dem sie ihre Freude teilen konnte. Sie hatte es außer Skinner noch niemandem gesagt. Nicht den Lone Gunmen, die sie besucht hatten und auch nicht ihrer Mutter, obwohl sie wußte, dass sich Margarete genau so freuen würde wie sie, aber befürchtete das sie versuchen würde sie dazu zu bewegen beim FBI zu kündigen um das Baby keiner Gefahr auszusetzen und sie Fragen stellen würde, die Scully noch nicht bereit war zu beantworten. Unter normalen Umständen hätte sie das vielleicht auch in Betracht gezogen, aber jetzt, da Mulder weg war, gab es niemanden, der sich um die X-Akten hätte kümmern können und Scully hatte irgendwie das Gefühl, als würde sie Mulder verraten, wenn sie jetzt nur an sich und das Kind dachte und nicht weiter nach ihm suchte. Zwar wußte sie, dass auch Mulder versucht hätte sie zum kündigen zu bewegen, wenn auch nur bis das Kind da war, aber sie konnte ihn nicht aufgeben. Nicht, nachdem er während ihrer Entführung nicht aufgehört hatte nach ihr zu suchen. Laß ihn nur einfach noch am Leben sein! Bitte laß ihn noch leben!



I need to talk with you again,

Why did you go away?

All our time together still feels like yesterday...



I never thought I'd see

A single day without you,

The things we take for granted,

We can sometimes lose...



And if I promise not to feel this pain,

Will I see you again? Will I see you again?



Chorus :

'Coz time will pass me by,

Maybe I'll never learn to smile,

But I know I'll make it through,

If you wait for me...



And all the tears I cry,

No matter how I try,

They'll never bring you home to me

Won't you wait for me in heaven?



Do you remember how it was?

When we never seemed to care,

The days went by so quickly,

'Coz I thought you'd always be there...



And it's hard to let you go,

Though I know that I must try,

I feel like I've been cheated,

'Coz we never said goodbye...



And if I promise not to feel this pain,

Will I see you again? Will I see you again?



Chorus



'Coz I miss you so, and I need to know...

Will you wait for me?



Chorus



And time will pass me by,

Maybe I'll never learn to smile,

But I know I'll make it through

if you wait for me...



"Will you wait for me" - Kavana





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2 Tage später



Skinner hatte darauf bestanden, dass sie sich noch eine paar Tage ausruhte und so beschloß Scully zu ihrer Mutter zu fahren und ihr doch alles zu erzählen. Margarete hatte Dana zwar im Krankenhaus angerufen und sich nach ihrem Befinden erkundigt, aber Scully hatte ihr nicht den wahren Grund ihres Schwindelanfalls erzählt.



Sie parkte den Wagen vor dem Haus und stieg aus. Margaret hatte sie schon erwartet und kam aus dem Haus gelaufen.



"Dana!" rief sie erfreut.



Scully lächelte, lief auf ihr Mutter zu und umarmte sie fest. "Hi Mum!"



Margaret löste sich von ihr und nahm ihren Kopf ihn ihre Hände. "Wie geht es dir? Du siehst blaß aus!"



"Es geht schon Mum. Mir geht's gut!" sagte Dana beschwichtigend.



"Komm, wir gehen rein. Ich hab einen Kaffee gemacht!" sagte Margaret und zog Dana nach drinnen.



Scully zog ihre Jacke aus und hängte sie an einen Hacken, während sie ihrer Mutter nach sah, die in der Küche verschwand. Dann setzte sie sich auf die Couch und sah sich um. Ihr Blick fiel auf ein Bild neben dem Fernseher, auf dem ihr kleiner Neffe Matthew zu sehen war. Sie stand auf und nahm es in die Hand. Er ist so groß geworden! schoß es ihr durch den Kopf. Oh Gott, was wird Bill nur sagen, wenn er erfährt, dass ich von Mulder schwanger bin? Margaret kam mit zwei Tassen in der Hand ins Wohnzimmer.



"Bill hat es mir vor ein paar Wochen geschickt." sagte sie, als sie bemerkte, das Dana das Bild ansah. "Er hat gesagt, er, Tara und Matthew würden in nächster Zeit mal vorbei kommen!"



Scully stellte das Bild wieder auf seinen Platz und setzte sich zu ihrer Mutter auf die Couch. Sie sah auf die Tasse Kaffee, die ihr Margaret hingestellt hatte und sagte nichts.



"Was ist los Dana? Irgend etwas neues von Fox?" fragte Margarete besorgte.



Scully hörte nicht auf den Kaffee an zu starren und schüttelte nur langsam den Kopf. "Nein." sagte sie leise.



"Oh." sagte Margarete und zog Dana an sich und nahm sie in den Arm. "Er kommt zurück! Er kommt zurück, das weißt Du. Er würde dich nie im Stich lassen!" sagte sie.



"Oh Mum, ich vermisse ihn so!" flüsterte Dana und Tränen liefen ihre Wangen hinunter und tropften auf Maggis Bluse.



Stille.



"Mum?" fragte Dana vorsichtig.



"Mhm?" fragte Margarete.



Scully bewegte ihre Lippen, aber es kamen keine Wörter heraus. "Ich... ich muß dir was sagen... etwas, dass ich dir schon früher sagen wollte... es aber selbst nicht glauben konnte..."



Margarete löste sich von ihr und sah ihr in die Augen. "Was ist los Dana? Ist irgend etwas passiert?"



Margarete sah sie fragend an.



"Mum... ich... ich bin schwanger." sagte sie und wartete auf die Reaktion ihrer Mutter.



Margarete sah sie an als hätte sie nicht recht gehört. "Du..." Ihre Stimme brach. Dann füllten sich ihre Augen mit Tränen und sie umarmte Dana glücklich. "Oh Gott..."



Dana fing ebenfalls wieder an zu weinen und hielt ihre Mutter fest im Arm.



Als sie sich wieder etwas beruhigt hatten, sah Margarete wieder in Danas Augen. "Aber wie?... Wer?... Fox?"



"Ja. Ja, ich denke schon, ich meine, es gibt niemand anderen..." sagte Scully.



"Aber wie...? Ich dachte... Fox hat doch gesagt..." stotterte Margaret.



"Ich weiß es nicht Mum, es ist mir ehrlich gesagt auch egal. Alles was wichtig ist, ist, dass es gesund ist und dass es von dem Mann ist, den ich liebe... und der mich auch liebt." sagte Dana.



"Weiß es Fox denn?" fragte Margaret.



"Nein... Er... er war schon verschwunden, als ich es festgestellt habe." sagte Dana traurig.



Margaret zog ihre Tochter wieder an sich und umarmte sie tröstend. "Warum hast Du mir denn nichts erzählt? Du weißt doch, dass ich Fox mag und ich hätte mich mit euch gefreut."



"Ich weiß Mum, aber es ging alles so schnell. Kaum hatte ich ihn endlich für mich nahm man ihn mir auch schon wieder weg." schluchzte Dana.



Ihre Mutter drückte sie Näher an sich und versuchte sie zu trösten. "Er wird zurück kommen Dana und dann ist eure Liebe stärker als sie es jemals zuvor war!"





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Dana Scully's Apartment

George Town

Washington D.C.



Als Scully spät Abends die Türe zu ihrem Apartment aufschloß, kamen die Gedanken zurück, die sie schon seit Tagen quälten. Wäre ich doch bloß mit ihm gegangen! Ich hätte es sicher verhindern können! Sie sah sich ein paar Minuten in ihrer Wohnung um, drehte sich dann wieder zur Tür und ging zurück ins Treppenhaus. Sie konnte hier nicht bleiben. Sie schloß ihre Türe zu und ging zurück zu ihrem Auto. Sie stieg ein und startete dem Motor um zu Mulders Wohnung zu fahren.



Als sie den Schlüssel in Mulders Tür umdrehte und nach drinnen ging, hoffte sie heimlich, Mulder darin vor zu finden, obwohl sie natürlich wußte, dass das unmöglich war. Seine Wohnung sah noch genau so aus, wie er sie verlassen hatte. Scully schaltete das Licht ein und schloß die Tür hinter sich. Sie stand einige Minuten in der Mitte des Zimmers und ließ die Umgebung auf sich einwirken, dann ging sie ins Schlafzimmer. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie den Berg Kleidung darauf sah, den Mulder am Abend seiner Abreise nach Oregon dort hingeworfen hatte. Sie ging langsam darauf zu und fischte das graue Hemd heraus, das Mulder als letztes getragen hatte. Sie schloß die Augen, nahm es in den Arm und roch daran. Es roch nach ihm und Scully fühlte erneut die Tränen in sich aufsteigen. Sie stellte sich vor, wie es wäre, wenn Mulder jetzt hier wäre und sie in den Arm nehmen würde, doch als sie die Augen wieder öffnete, war das Gefühl seiner Nähe wieder verschwunden und sie war wieder allein. Sie sammelte auch die restlichen Kleider vom Bett und legte sie auf einen Stuhl, beschloß dabei, am nächsten Tag etwas auf zu räumen, dann ging sie zu Mulders Schrank, öffnete ihn und zog sein Greys Trikot mit der Nummer 20 heraus. Sie lächelte beim Gedanken daran, wann sie es das letzte Mal an ihm gesehen hatte und fragte sich, ob sie wohl je wieder mit ihm Baseball spielen würde. Sie schloß die Schranktüre wieder, zog ihre Bluse und ihre Hose aus und schlüpfte in Mulders Trikot. Es war ihr zu groß, aber das störte Scully nicht. So fühlte sie sich, als wäre Mulder ein bißchen näher bei ihr. Sie machte das Licht in den anderen Zimmern aus und ging zurück in Mulders Schlafzimmer. Dann schlug sie die Decke zurück und kuschelte sich ins Bett. Sie sah zum Fenster hinüber, wo man ein paar Sterne funkeln sah. Unvermittelt wanderte Scullys Hand zu ihrem Bauch und streichelte darüber.



"Mulder... Wo bist Du nur? Ich brauche dich jetzt verdammt!" flüsterte sie und eine einsame heiße Träne bahnte sich ihren Weg ihre Wange entlang auf Mulders Kissen. "*Wir* brauchen dich jetzt..."





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v Ich klopfe an die Türe des Kellerbüros, an dessen Türe ein Schild angebracht ist, auf dem FOX MULDER steht. Ja, hier muß ich richtig sein.

"Niemand hier außer dem allseits unbeliebten Mr. Mulder!" höre ich jemand rufen.

Ich bin einen Moment irritiert, öffne dann aber doch die Türe und gehe auf den Mann zu, der vor einem Projektor sitzt und irgendwelche Dias sortiert.

"Agent Mulder, ich bin Dana Scully!" sage ich und strecke ihm die Hand entgegen.

"Na ist das nicht nett plötzlich so hoch angesehen zu sein? Was haben Sie ausgefressen, das man Sie hier her Strafversetzt hat Scully?!" fragt er, während er mich mustert.

Ich lächle ihn an. "Gar nichts, und ich freue mich darauf mit ihnen zu arbeiten! Ich habe schon viel von ihnen gehört!"

"Ach wirklich, ich habe eher den Eindruck, das man Sie her geschickt hat um mich auszuspionieren!" sagt Mulder und mustert mich noch fester.

v Ich betrachte mich im Spiegel und ziehe mich aus. Meine Finger ertasten an meinem Rücken zwei kleine Beulen. Sofort kommt mir Mulders Geschichte von den Entführten in den Sinn und ich merke, wie die Panik in mir hoch kommt. Ich glaube seine Theorie nicht, aber ich habe trotzdem Angst. Ohne nachzudenken schnappe ich mir meinen roten Morgenmantel und laufe hinüber zu Mulders Zimmer. Ich muß es sicher wissen! Mulder hat eine Kerze in der Hand und öffnet die Türe, sieht mich etwas überrascht an, als ich an ihm vorbei ins Innere stürme.

"Ich möchte, dass sie sich etwas ansehen!" sage ich und ziehe meinen Mantel aus.

Mulder versteht zuerst nicht, dann beugt er sich nach unten und beleuchtet meinen Rücken mit der Kerze.

"Mulder, was ist das?" fragte ich.

Er streicht mit seinen Fingern darüber und sagt dann: "Ich würde sagen das sind Mückenstiche, mich haben sie auch ganz schön erwischt."

Ich ziehe so schnell wie möglich meinen Mantel wieder an und falle ihm um den Hals. Nach ein paar Sekunden spüre ich auch Mulders Hand auf meinem Rücken.

v "Was Sie in dem Videorecorder gefunden haben gehört nicht mir!" sagt Mulder, als er sieht, dass ich eines seiner Pornovideos gesehen haben muß.

"Gut. Ich hab sie in die Schublade zu den anderen Videos gelegt, die nicht ihnen gehören." sage ich so gleichgültig wie möglich.

v "Fox..." sagte ich, doch Mulder fängt zu lachen an. Als er sieht, dass ich nicht verstehe, warum er lacht, hört er auf und versucht es mir zu erklären.

"Ich habe sogar meine Eltern gebeten, mich Mulder zu nennen. – Mulder!"

Ich glaube zwar, dass er damit nur verhindern will, dass unsere Beziehung zu privat wird, aber ich respektiere seinen Wunsch.

"Mulder, ich würde mich für niemanden in Gefahr bringen außer für Sie." sagte ich und sehe ihn offen an. Mir scheint es, als hätte ich ihn mit dieser Aussage überrumpelt, denn er schaut mich irgendwie komisch an.

"Wenn das Eistee in dem Beutel ist, könnte es Liebe werden..." sagt er. Ich beschließe sein Spiel mit zu spielen und schaue in die Tüte.

"Sie haben Pech, Mulder – es ist Bier." sage ich und reiche ihm den Becher.

v "Sie schließen unseren Laden Scully!" sagt Mulder, der mich noch vor wenigen Sekunden aus dem Schlaf gerissen hat.

"Was!!?" frage ich und bin sofort hell wach.

"Die haben mich heute Nacht zu sich gerufen und sie sagten, sie würden uns anderen Sektionen zuteilen." sagt Mulder.

"Wer hat das gesagt?" frage ich entsetzt.

"Skinner!" sagt Mulder und lallt ein bißchen. Ich nehme an, dass er etwas getrunken hat.

"Er hat gesagt der Befehl dazu kommt von ganz oben!" führt er seinen Satz fort.

"Mulder!?!" sage ich ängstlich, einerseits, weil ich ihn nicht verlieren will, andererseits, weil ich mir Sorgen um seinen Zustand mache.

"Es ist vorbei Scully!" höre ich ihn sagen.

v Ich öffne die Jalousie des Fensters und sehe ein Gesicht. Das nächste was ich bemerke ist, dass das Fenster zerbricht und mich etwas zu Boden wirft. Eine Hand greift nach mir und ich versuche verzweifelt meine Waffe zu erreichen, die nur wenige Zentimeter von meiner Hand entfernt auf einem Tisch liegt.

"Mulder!" schreie ich so laut ich kann. Er ist der einzige, der mir in diesem Moment einfällt.

"Ich brauche ihre Hilfe. Mulder!!" schreie ich noch einmal verzweifelt.

v Die Türe geht auf.

"Hallo Fox!" sagt meine Mum. Ich drehe meinen Kopf zur Türe.

"Nicht Fox, Mulder!" sage ich dann und meine, ich würde ein kleines Lächeln auf Mulders

Gesicht sehen. Er kommt an mein Bett.

"Na, wie geht's ihnen?" fragt er liebevoll.

"Eigentlich erinnere ich mich an gar nichts!" erkläre ich und fühle wieder diese Leere in mir.

"Keine Sorge, das macht nichts!" sagt er und lächelt. Dann greift er in die Tasche, die er in der Hand hat und zieht eine Videokassette heraus. "Ich hab ihnen was mitgebracht. Die Superstars aller Superboalspiele!" sagt er und gibt mir das Band.

"Ich wußte doch es gibt einen Grund weiter zu leben!" sage ich und lächle.

"Jetzt müssen Sie sich ein bißchen ausruhen, ich wollte nur mal sehen ... wie es ihnen geht

und Hallo sagen! - Also dann!" sagt Mulder und will wieder gehen. Als er schon fast an der Türe angekommen ist, rufe ich ihn zurück: "Mulder!"

Er dreht sich um.

"Ich war so stark wie ihre Überzeugungen!" sage ich und unsere Augen treffen sich für einen Moment. Dann kommt er noch mal an mein Bett und greift mit seiner Hand in seine Jackentasche. Er zieht mein kleines goldenes Kreuz heraus, dass ich von meiner Mutter bekommen habe.

"Das hier hab ich für Sie aufgehoben!" sagt er und gibt es mir in die Hand.

v "Und haben Sie gefunden was Sie suchten?" frage ich Mulder.

"Nein... Nein... Aber ich habe etwas gefunden von dem ich dachte ich hätte es verloren!" sagt er und schaut mir in die Augen. Ich verstehe nicht ganz, was er meint und sehe ihn fragend an.

"Den Glauben um weiter zu suchen!" sagt Mulder. Ich lächle ihn an und sehe ihm weiter nur still in die Augen.

v "Ich bin an Krebs erkrankt. Es ist ein Tumor an der Wand zwischen meiner Nasennebenhöhle und meinem Gehirn. Wenn der erstmal anfängt auf mein Gehirn zu drücken dürfte die Chance das zu überleben so ungefähr bei Null liegen." versuche ich Mulder so tapfer wie möglich bei zu bringen. Ich sehe, wie sich in Mulders Augen ein Tränenschleier bildet. 'Nein, bitte nicht weinen!' Bei seinem Anblick fällt es mir noch schwerer nicht in Tränen aus zu brechen und auch als er weiter spricht versuche ich tapfer zu bleiben.

"Also, das akzeptiere ich nicht! Es muß doch Menschen geben, die schon mal dagegen behandelt worden sind und...die wir dann..." Er spricht nicht weiter. Er sieht mir nur in die Augen und ich weiß, was er sagen will.

v Ich sehe Mulder an, merke immer wieder wie sich meine Augen mit Tränen füllen, ehe ich weiter spreche.

"Aber da ist etwas, dass ich sicher weiß. Solange ich es noch kann muß ich mit ihnen nach der Wahrheit suchen!"

Mulder sieht mir in die Augen und dann huscht ein Lächeln über sein Gesicht. Ich lächle zurück.

"Willkommen zurück!" sagt er und zieht mich an sich. Ich schlinge meine Hände um seine Hüfte und halte ihn ganz fest. Mulder drückt mich noch fester. "Die Wahrheit wird Sie retten, Scully! – Ich denke sogar, sie wird uns beide retten!"

Ich löse mich ein Stück von ihm und sehe zu ihm auf. Seine Hände ruhen an meiner Wange und er beugt sich zu mir nach unten und küßt meine Stirn. Ich sehe wieder zu ihm auf und er streichelt mit seinen Daumen meine Tränen bei Seite. Dann löse ich mich vollends von ihm und laufe zurück zu meinem Zimmer.

v "Mulder! Die einzige Lüge hier ist die, an die Sie nicht aufhören wollen zu glauben!" schreie ich ihn an.

"Nach allem was ich gesehen und erlebt habe weigere ich mich zu glauben, dass es nicht wahr ist!" fährt er mich an.

"Weil es einfacher ist sich weiter belügen zu lassen! Hab ich recht?" sage ich verletzt.

"Wie hat es der Kerl eigentlich geschafft, dass Sie ihm seine Geschichte abkaufen?" fragte Mulder und sieht mich eindringlich an.

Ich wollte ihm das nicht sagen, weil ich weiß, das es ihm weh tun wird, aber er läßt mir keine Wahl. "Er sagte, dass mich die Männer hinter diesem Schwindel, die Männer hinter diesen Lügen, an Krebs erkranken ließen, damit Sie auch weiterhin glauben!" Ich kann förmlich sehen, wie sein Herz zerbricht und noch im selben Augenblick tun mir meine Worte leid. Ich glaube Tränen in Mulders Augen zu sehen, als er sich von mir weg dreht und geht.

v Mulder steht an meinem Krankenbett und sieht zu mir hinunter.

"Wieso sind Sie eigentlich her gekommen, wenn Sie sich bereits entschieden haben?" frage ich und sehe ihm direkt in die Augen.

"Weil ich genau wußte, daß Sie es mir ausreden würden falls ich einen Fehler mache!" sagt er und lächelt. Ich lächle zurück und die Tränen kommen zurück in meine Augen. Die Türe geht auf und Vater McCue kommt herein. Ich greife schnell nach Mulders Hand und drücke sie.

"Ich werde für Sie beten!" sage ich und drücke seine Hand noch fester.

Mulder steht auf und gibt mir einen Kuß auf die Wange. "Lassen Sie ihren Beichtvater auch ein paar Ave Mulder für mich beten!" flüstert er mir ins Ohr.

Ich versuche zu lächeln, doch ich fange erneut an zu weinen. Mulder geht langsam Richtung Türe, hält meine Hand aber noch immer fest, bis die Entfernung zu weit ist und sich unsere Hände trennen.

v "Mulder, Sie sollten sich warm halten, Sie stehen immer noch unter Schock!" sage ich und sehe besorgt zu Mulder auf dem Boden, während ich auch weiterhin versuche die Patrone auf zu bekommen.

"Ich habe mal gehört der beste Weg wieder warm zu werden wäre nackt in einen Schlafsack zu kriechen zu jemandem, der schon nackt darin liegt." sagt Mulder und ich muß mir ein Lachen verkneifen.

"Sollte es irgendwann Schlafsäcke regnen, haben Sie vielleicht Glück!" sage ich statt dessen. Mulder sieht zu mir auf. Ich weiß, dass er mich ansieht, auch wenn ich ihn nicht anschaue.

v "Das ist der DNS-Test von Emily Sims Blut!" sage ich, als ich schnell das Schreiben überfliege.

"Und was besagt der?!" fragt mich Bill. Ich lese weiter.

"Er besagt definitiv, daß Melissa doch nicht Emilys Mutter ist. Aber...es traten erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen Emily und Melissa auf...so viele, daß sie...sie mit einer anderen Probe verglichen, die sie schon hatten!"

"Welcher Probe?" fragt Mum.

"Was versuchst du uns zu sagen?" fragt Bill.

Ich starre wie verzaubert auf die Zeilen, die ich vor mir in der Hand halte.

"Nach dem was hier steht...soll ich Emilys Mutter sein!" kriege ich dann endlich heraus und schaue in die Runde, die nun still ist.

v Ich stehe alleine in der kleinen Kapelle und schaue auf dem kleinen weißen Sarg, in dem Emily liegt. Ich fühle diesen Schmerz in mir, meine einzige Chance Mutter zu sein verloren zu haben. Etwas streift meinen Arm und ich sehe, wie Mulder vor zu dem kleinen Sarg geht und einen Strauß weißer Blumen darauf legt. Dann kommt er zurück zu mir und stellt sich neben mich. Eine Weile sind wir einfach nur Still und schauen auf den Sarg. Dann habe ich das Gefühl etwas sagen zu müssen.

"Wer sind die Männer, die ein Leben erschaffen dessen einzige Hoffnung der Tod ist?"

"Ich weiss es nicht! ... Doch das Sie sie fanden, und die Chance hatten sie zu lieben, ist ihr vielleicht auch vorbestimmt gewesen!" sagt Mulder.

"Sie hat mich gefunden..." schluchze ich.

"...damit Sie sie retten konnten!" sagt Mulder.

v Mulder streckt mir die Hand entgegen. Ich nehme sie und er zieht mich von meinem Stuhl nach oben, drückt mich an sich. Wir bewegen uns zur Melodie und lächeln uns glücklich an. Ich glaube, das ist einer der schönsten Tage meines Lebens!



Put on my blue suede shoes

And I boarded the plane

Touched down in the land of the Delta Blues

In the middle of the pouring rain

W.C. Handy – won't you look down over me

Yeah I got a first class ticket

But I'm as blue as a girl can be



Then I'm walking in Memphis

Walking with my feet ten feet off the Bale

Walking in Memphis

But do I really feel the way I feel



Saw the ghost of Elvis

On Union Avenue

Followed him up to the gates of Graceland

Then I watched him walk right through

Now security they did not see him

They just hovered 'round his tomb

But there's a pretty little thing

Waiting for the King

Down in the Jungle Room



Then I'm walking in Memphis

Walking with my feet ten feet off the Bale

Walking in Memphis

But do I really feel the way I feel



Then I'm walking in Memphis

Walking with my feet ten feet off the Bale

Walking in Memphis

But do I really feel the way I feel



Some Parts of "Walking in Memphis" – Cher



v "Scully, Sie müssen mir einfach glauben! Niemand sonst auf diesem verdammten Planeten tut es, oder wird es je tun! Sie sind meine einzige Chance unter 5 Milliarden!" sagt Mulder und sieht mich bittend an.

v "Scully, ich brauche Sie!" sagt Mulder und sieht mir in die Augen.

"Sie brauchen mich nicht, Mulder! Das war noch nie der Fall! Ich war nur ein Hindernis für Sie!" sage ich und ein paar Sekunden ist es still im Zimmer. "Ich gehe jetzt." sage ich, drehe mich um und gehe aus der Tür hinaus.

Ein paar Sekunden später rennt mir Mulder nach. "Wenn Sie sich das einreden wollen, damit Sie mit gutem Gewissen kündigen können, tun Sie das, aber Sie haben unrecht!"

Ich fahre herum. "Warum bin ich ihnen denn überhaupt zugeteilt worden, Mulder? Ich sollte ihre Arbeit überwachen und als Quatsch entlarven, dann wären Sie erledigt gewesen!"

"Aber Sie retteten mich!" sagt Mulder und schaut mir so lieb in die Augen, dass sie sich mit Tränen füllen. "So schwierig und frustrierend das auch manchmal gewesen ist, ihre verdammte Rationalität und Wissenschaftlichkeit hat mich mindestens tausendmal gerettet! Sie bewahrten mich vor der Lüge! Durch Sie bin ich reifer geworden!" Er macht eine Pause und sieht mir in die Augen. "Ihnen verdanke ich alles! ... Sie schulden mir gar nichts!" Ich schaue auf seine Brust und unterdrücke die Tränen. "Ich weiß nicht, ob ich es allein tun will..." fährt er fast flüsternd fort, "Ich weiß auch nicht, ob ich es kann... Und wenn ich jetzt aufgebe, haben die gewonnen." Ich sehe wieder zu ihm hinauf, merke, wie seine wunderschönen braunen Augen in meine schauen und beuge mich dann zu ihm hoch und küsse seine Stirn. Meine Stirn lehnt an seiner und wir teilen unseren Schmerz. Mulders Hände greifen nach meinem Gesicht und rahmen es ein. Ich greife mit meiner rechten Hand ebenfalls nach seinem Nacken und sehe ihm in die Augen, während eine Träne meine Wange entlang läuft. Ich sehe in seinen Augen den gleichen Schmerz, den ich selbst fühle. Mulder beugt sich langsam zu mir nach unten, sieht mir nochmals in die Augen, bevor er sie schließt und ich es ihm gleich tue. Fast im gleichen Moment, in dem ich seine Lippen spüre, bemerke ich einen brennenden Stich im Nacken. Ich zucke zusammen und drehe meinen Kopf zur Seite, greife schnell nach hinten zu meinem Nacken. "Verdammt!" rufe ich.

"Tut mir leid." sagt Mulder und entfernt seine Hände von mir. "Nein," sage ich schnell, um ihm klar zu machen, dass mir die Szene vor wenigen Sekunden mehr als gefallen hat, "irgendwas hat mich gestochen!" Ich bekomme etwas zu greifen und zeige Mulder die kleine Biene, die mich gestochen hat. Mulder fuhr mir mit seiner Hand über die Haare und den Nacken. "Die muß in ihren Kragen gekrochen sein."

v "Sie hatten recht kündigen zu wollen! Sie hatten recht weggehen zu wollen! Sie sollten sich so weit von mir entfernen, wie Sie können!" ruft Mulder und sieht mir in die Augen. "Ich habe nicht vor, Sie für die Erfüllung einen hohen persönlichen Wunschtraums zu opfern! Werden Sie wieder Ärztin! Werden Sie wieder Ärztin so lange es noch geht!" Mulder sieht mir tief in die Augen. Ich weiß, dass er seine Worte ernst meint, obwohl er sie nicht mit seinem Herzen spricht.

"Das kann ich nicht! Und ich will es nicht!" sage ich und sehe Mulder bestimmt in die Augen. "Mulder, ich bleibe Ärztin, aber meine Arbeit ist hier bei ihnen!" Mulder schaut mich verwundert an. "Dieses Virus, von dem ich befallen war – was immer es auch ist – es existiert ein Mittel dagegen! Und diese Substanz hatten Sie in der Hand! Wie viele Leben können wir retten?" Mulder sagt noch immer nichts. "Sehen Sie," ich greife nach seiner Hand, "wenn ich jetzt aufhöre, gewinnen die!"

v "Ach, Scully!" ruft mich Mulder zurück.

"Ja?" frage ich und komme ganz nah zu ihm ans Krankenbett.

Mulder sieht mir ein paar Sekunden nur in die Augen. "Ich liebe Sie!" sagt er dann.

"Oh Mann!" sage ich und gehe. 'Es steht wirklich schlimmer um ihn, als ich gedacht habe!'

v "Mir kommt es manchmal so vor, dass die besten Beziehungen, die, die immer und ewig halten, die sind, die auf der Basis von Freundschaft gegründet wurden. Wissen Sie, eines Tages da, sieht man einen Menschen und man sieht so viel mehr als noch am Abend zuvor. So als hätte irgendwo jemand einen Schalter umgelegt und der Mensch, der vorher nur ein Freund war, ist dann der einzige mit dem man sich vorstellen kann sein Leben zu verbringen." sage ich, aber ich weiß, dass ich gerade von mir und Mulder geredet habe, auch wenn ich es auf jemand anderen bezogen habe!

v "Kommen Sie her, Scully!" sagt Mulder und streckt mir den Baseballschläger entgegen. Ich gehe auf ihn zu und ergreife den Schläger. Mulder nimmt mich zwischen seine Brust und dem Schläger, einen Arm auf jeder Seite. Ich muß zugeben, dass mir diese Stellung gefällt, aber irgend etwas drängt mich dazu die Situation zu entschärfen.

"Das ist mein Geburtstagsgeschenk, Mulder? Wäre nicht nötig gewesen!"

"Das ist nicht billig! Ich zahle dem Jungen 10 $ die Stunde damit er die Maschine füttert!" sagt Mulder und deutet auf dem kleinen Jungen, der jetzt seine Kappe nach oben schiebt.

"Na, sowas nimmt man doch gerne in die Hand, was?" flüstert Mulder und ich kann sein Atem in meinem Nacken fühlen. Ich drehe mich zu ihm um und sehe ihn vorwurfsvoll an, bis er bemerkt, wie sich das eben gerade angehört haben muß.

"Den Schläger! Ich hab dem Schläger gemeint!" sagt er schnell. Ich wundere mich, wie Mulder denken kann, ich würde ihn für einen dieser Perversen halten.

"Also erwürgen Sie ihn nicht, geben Sie ihm einfach nur die Hand. Hallo Mr. Schläger, schön sie kennen zu lernen. Oh, nicht doch Ms. Scully, die Freude ist ganz meinerseits!" ulkt Mulder herum und ich lächle.

"Also, wir wollen... wir wollen uns mit der Hüfte drehen, bevor wir schlagen. O.K.? Wir machen einen Schritt vorwärts und drehen uns, das ist ganz wichtig dabei. Also Hüftdrehung, bevor wir schlagen. Alles klar?" Wie versehentlich berührt Mulder meine Hüfte und zeigt mir, wie ich die Hüftdrehung machen soll, aber ich glaube, dass es ihm gefällt mich zu berühren.

"O.K. Hüftdrehung!" sage ich.

"Hüftdrehung bevor wir schlagen, klar?" Wieder berührt er meine Hüfte. Es gefällt ihm definitiv mich zu berühren!

"Ja!" antworte ich.

"Wie geht das?" fragt er noch mal und langsam fängt er an mich damit zu nerven.

"Hüftdrehung bevor wir schlagen!" sage ich.

"Genau, wir warten den Wurf ab und beobachten den Ball!" sagt Mulder und kommt meinem Hals wieder so nahe, dass ich seinen Atem spüren kann.

"O.K.!" sage ich.

"Und dann treffen wir einfach. Wir denken nicht nach, wir legen einfach los, Scully, O.K.!"

Wir streiten uns um einen geeigneten Platzt für unsere Hände.

"Ich bin in der Mitte!" sage ich und schiebe Mulders Hände nach außen.

Mulder und ich wackeln mit dem Schläger und ich frage mich, wie das wohl jetzt aussehen muß. Ich fange an zu lachen.

"Na los, Feuer frei Poorboy!" ruft Mulder und der Junge betätigt die Maschine. Als wir den Ball schlagen hebt mich Mulder regelrecht in die Luft.

"Das ist gut!" ruft Mulder und schon kommt der nächste Ball.

Ich kann nur noch glücklich lachen. Während wir weiter Bälle schlagen spricht Mulder weiter.

"Ja, und Sie werden bemerken, während Sie sich darauf konzentrieren diesen kleinen Ball zu treffen, wird der Rest der Welt langsam verschwinden. Ihre nagenden Sorgen, das Ticken der biologischen Uhr, dass Sie sich diese Wildlederjacke von ihrem Gehalt eigentlich gar nicht leisten können, dass Sie ihre Medizinkarriere aufgegeben haben um Aliens nach zu jagen mir ihrem verrücken, aber auch brillianten Partner, dass Sie ins Herz einer weltweiten Verschwörung vordringen, ihre wahnsinns Videorechnung für Pornos..." Ich schaue irritiert zu Mulder.

"...Oh, tut mir leid, Scully. Die letzten beiden Probleme waren meine, nicht ihre!"

"Klappe Mulder! Ich spiel jetzt Baseball!" sage ich und zwinge ihn somit zur Ruhe.

v Wir stehen in Mulders Flur und umarmen uns. Ich weine. Mulder flüstert mir ins Ohr.

"Scully, ich war auch einmal wie Sie und wußte nicht, wem ich trauen sollte. Dann wählte ich einen anderen Weg, ein anderes Leben, ein anderes Schicksal und fand meine Schwester. Das Ende dieser Welt konnte ich nicht erkennen, es war alles vollkommen verdreht. Eins ist aber immer gleich geblieben."

Er drückt mich ein Stück von sich weg, hält mein Gesicht in seinen Händen und schaut mich an.

"Sie... waren meine Vertraute und Sie sagten mir die Wahrheit. Selbst als die Welt zusammen brach waren Sie meine Konstante, mein einziger Halt!"

Die Tränen in meinen Augen werden noch mehr, diesmal aber nicht vor Schmerz, sondern vor Rührung.

"Und Sie sind meiner!" bekomme ich gerade so heraus. Mulder lächelt mich liebevoll an. Ich beuge mich zu ihm vor und ziehe in an mich. Meine Lippen treffen seine Stirn und verharren dort. Ich will sie nicht mehr dort weg tun. Nach einer halben Ewigkeit entferne ich mich dann doch von ihm und setze ihm sein Baseballcape wieder auf. Erst jetzt öffnet er die Augen wieder, als ob er aus einem Traum erwachen würde. Ich nehme sein Gesicht in meine Hände und sehe ihm in die Augen und weiß jetzt, wem ich immer vertrauen kann und wer mich nie enttäuschen wird. Ich fahre mit meinen Daumen über seine Lippen und gehe.

v Ich schaue hinauf zum Fernsehbildschrim. Noch 10 Sekunden bis zum Millenium. "9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, Yeah!" höre ich die Leute zählen. Man sieht jetzt glückliche Menschen, Pärchen, die sich umarmen und küssen und überall wird gefeiert. Ich bemerke eine Bewegung neben mir und schaue zu Mulder. Er kommt mit seinem Kopf näher und berührt dann mit seinen Lippen ganz sanft meine. Mein Herz fängt an schneller zu schlagen und ich wünsche mir, der Moment würde nie wieder enden. Ganz langsam und zärtlich löst sich Mulder wieder von mir und ich öffne meine Augen, sehe in seine. Dann lächle er mich an und ich lächle zurück. Dieser Moment gehört uns. Uns ganz allein und niemand kann ihn uns weg nehmen. Wir stehen noch ein paar Sekunden so da, ehe Mulder seine Stimme wieder findet.

"Die Welt ist nicht untergegangen."

Ich sehe ihm weiter in die Augen.

"Nein, ist sie nicht."

Wieder lächeln wir uns an, dann wende ich den Blick ab und werde wieder ernst. Mulders Gesicht nimmt auch wieder einen ernsten Ausdruck an.

"Fröhliches neues Jahr, Scully!" sagt Mulder.

"Fröhliches neues Jahr, Mulder!" sage ich.

v Es fällt mir schwer die Worte zu Mulder zu sagen, aber es muß sein.

"Ihre Mutter hat sich selbst umgebracht, Mulder. Ich habe die Autopsie geleitet. Sie litt an einer unheilbaren Krankheit. Einer unbehandelbaren, entsetzlich unvorstellbaren Krankheit, die Paget's Carcinoma heißt. Sie wußte es. Es gab Arztberichte. Sie wollte nicht mehr leben." sage ich sanft zu ihm. Mulder starrt mich für einen Moment geschockt an. Dann schlägt er die Hände vors Gesicht. Plötzlich steht er auf und rüttelt wie verrückt an seinem Schreibtisch. Ich stehe auf und berühre ihn am Arm, um ihn zu beruhigen. Er reißt sich los und bricht auf dem Tisch zusammen.

"Mulder..." sage ich und will irgendwas tun.

"Sie wollte mir etwas sagen! Sie wollte..." Mulders Stimme bricht und er fängt an zu weinen. Nur selten habe ich Mulder weinen gesehen. Ich spüre selbst, wie mir Tränen in die Augen stoßen.

"Mulder, sie wollte ihnen sagen, dass Sie aufhören sollen. Aufhören nach ihrer Schwester zu suchen. Sie hat nur versucht ihnen den Schmerz zu nehmen." sage ich und fasse nach Mulder. Mulder dreht sich zu mir, schlingt seine Arme um meine Hüfte und weint weiter. Ich drücke ihn fest an mich und wiege ihn zärtlich hin und her.

v "Sie sind nicht ehrlich zu sich selbst! Denken Sie zurück. Es gab eine Zeit, als Sie um ihre Zukunft, ihre Karriere fürchten mußten, als Sie zum ersten Mal zur Partnerin dieses Mannes wurden. Ich hab ihnen ja gesagt, ich habe Sie jahrelang studiert... und wenn Sie es mir gestatten, würde ich gerne eine Bemerkung machen." sagt C.G.B. Spender und ich schaue ihn genervt an.

"Sie fühlen sich zu mächtigen Männern hingezogen, aber Sie fürchten deren Macht. Sie schützen sich mit einer Mauer um ihr Herz. Wie sonst erklären Sie sich diese furchtlose Hingebung zu einem besessenen Mann und, dennoch, leben Sie ihr Leben alleine? Sie würden für Mulder sterben, aber Sie würden sich selbst nie erlauben ihn zu lieben!"

v Wir sitzen auf Mulders Couch.

"Was, wenn es nur eine Wahl gäbe und alle anderen falsch wären? Und was, wenn es dafür Anzeichen gibt, auf die man achten sollte?" frage ich nachdenklich.

"Und alle Entscheidungen würden dann zu diesem Moment führen. Eine falsch Wahl und ... wir würden hier jetzt nicht zusammen sitzen. Das sagt Vieles. Das sagt sehr viel..." sind die letzten Worte, die ich Mulder sagen höre, dann bin ich im Reich der Träume verschwunden.

(...)

Als ich wieder auf wache ist Mulder weg. Er hat mich mit einer Decke zugedeckt und ist wahrscheinlich ins Bett gegangen. Ich sehe auf meine Uhr. 4.45 Uhr. Ich stehe auf und gehe ins Badezimmer, lasse meinen Blazer unbedacht auf Mulders Bett fallen. Ich betrachte mich im Spiegel und streiche mein T-Shirt glatt. Dabei stelle fest, dass der Reisverschluß meines Rockes irgendwie aufgegangen sein muß. Ich mache ihn zu und streiche mir meine Haare hinter die Ohren. Dann gehe ich zurück ins Schlafzimmer, nehme meinen Blazer vom Bett und beobachte Mulder eine Weile. Ich weiß nicht, wie er es schafft nackt zu schlafen, denn in seiner Wohnung ist es bei Gott nicht zu warm. Ich spiele ein paar Sekunden mit dem Gedanken zu ihn hin zu gehen und ihn auf die Stirn zu küssen, oder vielleicht auch auf dem Mund, doch dann beschließe ich, ohne etwas derartiges zu gehen und verlasse Mulders Wohnung.

v Ich klopfe an Mulders Hotelzimmer und rubble meine Arme. Ich friere erbärmlich.

"Wer ist da?" höre ich ihn rufen.

"Ich bin's!" antworte ich und höre, wie er Richtung Türe kommt. Er öffnet und sieht mich besorgt an.

"Was ist los Scully? Sie sehen krank aus." sagt er.

"Ich weiß nicht, was los ist." sage ich und sehe zu ihm auf.

"Kommen Sie rein!" sagt er und zieht mich nach drinnen, schließt die Türe hinter mir. Ich setzte mich aufs Bett und Mulder geht vor mir in die Hocke und sieht mich besorgt an.

"Ich, ähm... Ich hab angefangen mich fertig für das Bett zu machen und mir wurde schwindelig – Schwindelanfall oder sowas – und dann fing ich gerade an... Ich fing an zu frieren."

"Wollen Sie, dass ich einen Arzt rufe?" fragt Mulder, während er die Decke seines Bettes zurück zieht.

"Nein, ich... Ich will nur wieder warm werden." sage ich und Mulder hilft mir ins Bett zu klettern, zieht meine Schuhe aus und wirft sie auf den Boden. Dann deckt er mich zu und legt sich neben mich auf die Decke. Er umarmt mich ganz fest und versucht mich zu wärmen.

"Danke." sage ich, um ihm dafür zu danken. Eine Weile liegen wir einfach nur so da. Mulders Kopf ruht an meiner Schulter.

"Das ist es nicht wert, Scully." sagt er.

Ich lasse mir ein paar Minuten Zeit zu antworten. "Was?" frage ich.

"Ich will, dass Sie nach Hause fahren." sagt Mulder.

"Oh, Mulder, mir wir es wieder besser gehen." sage ich und bin gerührt über seine Fürsorge.

"Nein, ich habe darüber nach gedacht. Sie heute Abend dieses Baby halten zu sehen... wissend, dass ihnen alles genommen wurde. Eine Chance Mutter zu werden und ihre Gesundheit und dieses Baby. Ich denke, dass... Ich weiß nicht, vielleicht haben die recht."

"Wer hat recht?" frage ich und unterdrücke die Tränen.

"Das FBI. Vielleicht ist es wahr, was sie sagen, wenn auch aus anderen Gründen. Es sind die persönlichen Kosten, die zu hoch sind." Ich merke, wie mir jetzt langsam die Tränen aus den Augen laufen. Mulder kommt mit seinem Gesicht näher an mein Ohr.

"Da ist so viel mehr, dass Sie mit ihrem Leben tun sollten. So viel mehr als das." flüstert er mir leise ins Ohr. Mit seiner rechten Hand streichelt er mir über das Gesicht.

"Es muß ein Ende haben, Scully." flüstert er weiter. Er küßt sanft meinen Nacken und legt seinen Kopf zurück auf meine Schulter. Ich fange jetzt noch mehr an zu weinen und greife nach seiner Hand, halte sie nahe meinem Mund und schluchze. Mulder drückt mich noch näher an sich und ich schließe die Augen. Ich will, dass er mich immer so hält. Ich will, dass er mich nie wieder los läßt. 'Zum Teufel mit diesen verdammten FBI-Regeln, ich will nicht mehr!' Ich plaziere einen Kuß auf seinem Handrücken.

"Mulder?" flüstere ich, voller Schmerz.

"Mhm?" höre ich Mulder brummen.

Ich antworte nicht, weiß nicht, was ich eigentlich zu ihm sagen wollte.

"Ich..." sage ich, kann aber nicht weiter sprechen.

Mulder richtet sich ein Stück auf und sieht mich an. "Alles klar, Scully?" Sorge schwingt in seiner Stimme mit. Ich weiß, dass er befürchtet es sei schlimmer geworden. Ich drehe meinen Kopf zu ihm, so, dass ich ihm in die Augen sehen kann. "Ja. Ich meine, nein, ist es nicht, aber..." Ich stoppe, weiß nicht, was ich sagen soll, kann ihm nur weiter in die Augen schauen. Mulder streicht mir eine Strähne aus dem Gesicht, dann fährt seine Hand meine Wange entlang, bis hin zu meinem Hals. Mulders Blick folgt seiner Hand und sieht mir dann wieder in die Augen. Seine Hand fährt wieder zu meiner Wange und bleibt dort liegen. Sekunden vergehen, in denen wir uns einfach nur in die Augen sehen. Ich meine in Mulders Augen etwas aufflackern zu sehen, dass ich nur einmal zuvor dort gesehen habe. Es ist ein Glänzen und seine sonst braunen Augen scheinen golden. Ich weiß, was dieser Blick bedeutet. Es ist der selbe Blick, wie vor 2 Jahren auf Mulders Flur. Es ist der Blick, mit dem er mich fragt, ob er mich küssen darf und bei Gott ich will ihm die einzig richtige Antwort geben. Mir scheint es, als hätte Mulder meine Antwort verstanden, denn er beugt sich zu mir hinunter, stoppt nochmals wenige Zentimeter vor meinem Gesicht, wirft mir einen letzten Blick zu, ehe er die Augen schließ und seine Lippen meine berühren. Ich fühle, wie eine warme Welle durch meinen Körper fließt und alles anfängt zu kribbeln. Ich greife nach Mulders Nacken, um ihn näher an mich zu ziehen. Ich öffne meine Lippen ein Stück und lasse Mulder mit seiner bittenden Zuge eindringen. Der Kuß, der zuerst nur ganz zart war, wir nun leidenschaftlicher und fordernder und die Gefühle der letzten 7 Jahre werden frei gesetzt, als wir neugierig die neu gefundene Fläche erkunden. Ich seufze in unseren Kuß hinein und drehe mich weiter zu ihm. Meine Hände fahren durch sein Haar und drücken mich noch enger an ihn. Atemlos lösen wir uns von einander, um Luft zu holen und unsere Blicke kreuzen sich erneut, bleiben aneinander hängen. Ich lächle und Mulder lächelt ebenso.

"Ich liebe dich, Dana!" sagt Mulder und erneut schießen mir Tränen in die Augen.

"Ich dich auch, Fox! Ich liebe dich auch!" sage ich und er lächelt mich noch glücklicher an, als nur wenige Sekunden zuvor. Ich bemerke, dass wir uns beim Vornamen genannt haben, aber es klingt so vertraut, als hätten wir es schon immer so getan. Mulder beugt sich wieder zu mir hinunter und erneut treffen unsere Lippen aufeinander. Unsere Zugen umkreisen sich und Mulder streichelt zärtlich über meine Schenkel. Ich drücke mich ihm entgegen und Mulder fährt mit seiner Hand nach oben zu meiner Bluse. Vorsichtig öffnet er nach einander die Knöpfe und streift sie bei Seite. Er küßt meinen Hals entlang hinunter über meine Brust zu meinem Bauch. Ich schließe die Augen und stöhne leise. Mulder küßt sich seinen Weg wieder nach oben und wieder treffen unsere Münder auf einander. Mulders Hand tastet nach dem Verschluß meines BHs und mir wird klar, womit diese Nacht enden wird. Ich fühle einen kleinen Anflug von Angst in mir aufkommen, weiß aber, dass ich will, dass es passiert. Nur eine Frage ist es, die nicht aufhört mich zu beschäftigen, die ständig an mir nagt. Ist es nur ein One-Night-Stand, verursacht, durch unsere Leidenschaft, die wir 7 Jahre lang unterdrückt haben, oder wird es immer so sein? Ich drücke Mulder ein Stück von mir weg und sehe ihm ernst in die Augen. Ich muß es wissen, um mich fallen lassen zu können.

"Mulder, wirst du mich morgen auch noch lieben?" frage ich.

Mulder sieht mir ernst in die Augen. "Ich werde dich immer lieben!" sagt er dann und sieht mir weiter in die Augen. Ich lächle und ziehe ihn wieder an mich. Bereit, das zu tun, von dem wir schon so lange träumen...