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Gefährliche Träume

von Petra Weinberger

Kapitel 3

***

Scullys Apartment; 11. Juli

Unruhig wälzte sich Scully im Bett. Skinner hatte sie nach hause geschickt. Sie sollte sich etwas ausruhen, da sie im Augenblick sowieso nichts tun konnte. Die Suche lief auf Hochtouren. Man würde sie anrufen, sobald ihr Partner gefunden war.

Scully rollte sich wieder auf die andere Seite und sah dabei auf die Uhr. 4:15 Uhr nachts. Draußen war bereits der erste Streifen des aufkommenden Morgens am Horizont zu sehen. Sie fragte sich, ob man Mulder noch rechtzeitig finden würde.

Plötzlich klingelte das Telefon auf ihrem Nachttisch. Hastig sprang sie auf und griff nach dem Hörer.

"Scully", meldete sie sich und hoffte, daß es ein Lebenszeichen von Mulder war.

Durch den Hörer klang heftiges schnaufen.

"Hallo? Wer ist denn da?", rief sie in den Hörer und glaubte bereits, daß es sich um einen dieser Perversen handelte, die wildfremde Menschen anriefen und ihnen etwas ins Ohr stöhnten.

"Scully, ich ... ", klang eine gequetschte Stimme an ihr Ohr.

"Mulder? Sind Sie das?", zweifelte sie.

"Ich ... - Scully. Ich ... bitte, verzeihen Sie mir", die Stimme hörte sich gequält und rauh an.

"Mulder, was ist geschehen? Wo sind Sie?", rief sie in den Hörer.

"Ich muß ...", stotterte ihr Partner und hörte sich kraftlos an.

"Mulder, sagen Sie mir, wo Sie sind. Ich komme sofort zu Ihnen."

"In ... - ich ... - ich bin in einer Halle. Einem verlassenen Werk. Scully, ich ... ."

"Mulder, wo befindet sich das Werk? Können Sie mir sagen, wie ich dorthin komme?"

"Ich ... - an ... - an der Straße nach ... ."

"An welcher Straße? Kommen Sie, Mulder. An welcher Straße? Wie muß ich fahren?"

"An der I 95. Zwei Meilen vor ... ."

"Mulder. Reden Sie mit mir. Sagen Sie mir, wie ich fahren muß. Sie brauchen dringend Hilfe. Wie muß ich fahren, wenn ich auf der I 95 bin?", 

Scully bekam keine Antwort. Nur das unregelmäßige Atmen ihres Partners war zu hören.

"Mulder. Bitte, helfen Sie mir, Sie zu finden. Sie haben nicht mehr viel Zeit. Nun kommen Sie schon. Sagen Sie mir, wie ich Sie erreichen kann."

Im Hörer raschelte es kurz. Scully wurde zunehmend unruhiger.

"Mulder. - Mulder, sind Sie noch dran? - Können Sie mich hören?", rief sie und war einer Verzweiflung nahe.

Plötzlich hatte sie eine andere Stimme im Ohr, "Hallo? Sie sollten ihm schnell helfen. Ich glaube, er machts nicht mehr lange."

"Wer sind Sie? Was ist mit dem Mann, mit dem ich eben sprach?", 

"Der liegt hier und ist total weggetreten."

"Wer sind Sie, und wo sind Sie gerade? Wie kann ich zu Ihnen kommen?", 

"Das hier ist normalerweise mein Schlafplatz und ich hab auch nix damit zu tun. Ich kam hier nur so vorbei und da sah ich ihn. Aber Sie sollten wirklich schnell kommen. Der sieht völlig fertig aus."

"Ich weiß. Bitte, sagen Sie mir, wie ich ihn finden kann. Können Sie mir eine Adresse nennen?", 

Scully mußte dem Fremden noch etwas gut zureden, bis sie endlich die Adresse bekam.

Bereits während des Gesprächs war sie in ihre Hosen und Schuhe geschlüpft. Kaum hatte sie den Hörer aufgelegt, streifte sie auch schon ihre Bluse über, schnappte sich ihre Tasche und eilte aus dem Haus.

Mit überhöhter Geschwindigkeit jagte sie ihren Wagen durch die nächtlichen Straßen.

Unterwegs rief sie Skinner an, und erklärte ihm, daß sie Mulder möglicherweise gefunden hätte und gerade auf dem Weg zu ihm sei.

Der Himmel war bereits in ein helles Grau getaucht, als sie endlich von der Straße in einen schmalen Seitenweg abbog. Dieser schlängelte sich 10 Minuten durch dichte Vegetation und mündete schließlich auf einen großen Platz, in dessen Mittelpunkt eine halb zerfallene Firma stand. Von einem der Gebäude standen nur noch einige Mauerreste, das zweite besaß zumindest noch ein Dach und war zwei Stockwerke hoch. Scully seufzte. Es würde nicht einfach werden, Mulder hier zu finden.

Sie parkte ihren Wagen vor der Ruine und kletterte ins Freie. Suchend sah sie sich um. Im Hauptgebäude gähnten leere Fensterhöhlen. Nicht mal Reste von Scheiben waren zu erkennen. Unkraut wucherte auf dem Platz, und Moos bedeckte sämtliche Wände. In Mauerritzen und zwischen Steinen wuchsen Farne und Flechten.

Scully steuerte das an, was ehemals wohl der Haupteingang gewesen war.

Mit einer Taschenlampe bewaffnet betrat sie das dunkle Gebäude. Ihr Strahl wanderte über verrottete Maschinenteile, Gerümpel und Geröll. In einem der Räume war die halbe Decke eingestürzt, Türen und Rahmen waren zerfallen und morsch. Treppen bestanden nur noch aus nacktem Gestein und sahen ziemlich brüchig aus.

Scully durchsuchte einen Raum nach dem anderen. Sie leuchtete in sämtliche Ecken, hinter Steinen, Gerümpel, Maschinen.

In einem winzigen Raum, der sicherlich mal als Abstellkammer gedient hatte, fand sie endlich ihren Partner.

Er saß in einer Ecke, hatte die Knie an den Leib gezogen und die Arme um die Beine gelegt. Sein Kopf war nach vorne gesunken.

"Mulder?", Scully kniete sich neben ihn und legte ihm eine Hand auf die Schulter.

Mulders Atem ging schwer und seine Kleidung war feucht von Schweiß. Er fühlte sich heiß an. Scully tastete nach seinem Puls. Er schien zu rasen. "Mulder?", sagte sie noch einmal.

Langsam hob ihr Partner den Kopf. Sein Blick schweifte ziellos durch den Raum, dann hatte er sie endlich gefunden.

Scully sah Tränen in seinen Augen, "Mulder, wie fühlen Sie sich? Haben Sie Schmerzen?"

Er schüttelte langsam den Kopf, "ich ... - nein. Es ist nur so heiß. - Scully, es ... - es tut mir leid. Ich ... - ich war gemein zu Ihnen. Ich wollte das nicht. Ich ... - ich wollte sie nicht verletzen."

Scully nickte, "ich weiß. Können Sie aufstehen?", 

Mulder schüttelte den Kopf, "ich muß es Ihnen sagen, bitte. Ich ... - ich war so gemein zu Ihnen, weil ich Sie schützen wollte. Das ... - das Gerede der Kollegen war nicht fair. Sie haben so etwas nicht verdient. Ich dachte, ich tue das richtige, indem ich möglichst abweisend zu Ihnen bin. Die Kollegen sollten sehen, daß wir nicht ... - ich meine, daß Sie nicht ... - mit mir ... ."

Scully grinste flüchtig, setzte sich neben ihn und zog ihn zu sich heran. Sie fuhr ihm mit einer Hand über den Oberarm, "ich weiß, wie Sie es meinen. - Was Sie meinen. - Mulder, das Gerede stört mich nicht, und wenn doch, dann kann ich mich durchaus selbst verteidigen. Sie müssen mich in dieser Beziehung nicht beschützen."

Mulder nickte und löste sich aus ihrer Umarmung. Sein Blick flackerte unsicher, als er sie ansah, "ich weiß. Sie ... - Sie sind nicht mehr so wie früher. Ich weiß nicht, was die mit Ihnen gemacht haben, aber ich werde nicht zulassen, daß die mit mir das Gleiche tun."

Scully sah ihn erstaunt an, "Mulder, von was reden Sie da überhaupt? Wer hat was mit wem gemacht, oder auch nicht?", 

Er schob sich langsam in die Höhe, "die haben es mit Ihnen gemacht. Sie sind jetzt eine von denen. Ich weiß es. Sie sind immer da, sobald ich die Augen schließe. Sie fallen über mich her und ... - dann zeigen Sie Ihr wahres Ich, indem Sie sich auflösen und in mich eindringen. Sie brennen auf meiner Haut wie Säure. Sie brennen auf meiner Seele. Sie rauben mir die Kraft und den Verstand. Ich mache da nicht länger mit. Sie werden mich nicht auch noch zu einem von denen machen."

Plötzlich hielt er einen kleinen metallischen Stift in der Hand. Mit einem schmatzenden Geräusch sprang eine dicke Nadel heraus. Mulder hob die Hand, bereit, sich auf Scully zu stürzen, um ihr den tödlichen Stoß zu versetzen.

"Mulder, kommen Sie zu sich", rief Scully und wich entsetzt zur Seite aus. "Sie stehen unter Drogen. Sie wissen nicht mehr, was Sie tun oder reden."

"Hören Sie auf. Seien Sie ruhig. - Verstehen Sie denn nicht, daß ich es tun muß? Ich will die alte Scully wieder. Ich brauche sie. - Bitte, verstehen Sie mich."

"Mulder, ich bin Scully", sagte sie mit Nachdruck und ließ ihn keine Sekunde aus den Augen. "Nicht ich habe mich verändert. Sie sind verändert. Irgend jemand hat Ihnen Drogen beigebracht. Ihr Adrenalinspiegel ist um das 300 fache erhöht. Sie müssen dringend zu einem Arzt und behandelt werden. Glauben Sie mir, ich bin noch immer die selbe."

Mulder schüttelte den Kopf. Tränen liefen ihm über das Gesicht und ein Zittern schüttelte seinen Körper. Krampfhaft umklammerten seine Finger die Waffe, "ich muß es tun, verstehen Sie doch. Danach werden Sie wieder die alte Scully sein."

"Danach werde ich tot sein, Mulder. Sie werden mich damit umbringen. Versuchen Sie nachzudenken. Versuchen Sie sich zu erinnern. Diese andere Scully existiert nur in Ihren Träumen. Ich bin ich, und ich kann mich weder auflösen, noch in sie eindringen", versuchte sie es eindringlich.

Mulder schüttelte den Kopf und trat energisch auf sie zu.

Als er sich zum Stoß zu ihr hinab beugte, trat Scully zu. Es war ihre einzige Chance, am Leben zu bleiben.

Mulder wurde zurück geschleudert und knallte mit dem Rücken hart gegen die Wand.

Sofort war Scully oben, riß ihre Waffe hervor und richtete sie auf Mulder, der benommen den Kopf schüttelte.

"Bleiben Sie stehen und lassen Sie die Waffe fallen, Mulder. Ich muß sonst schießen. Bitte", rief sie und es gelang ihr sogar, ihre Stimme hart klingen zu lassen.

Mulder schüttelte den Kopf, "ich kann nicht. Ich muß es tun. Bitte, verstehen Sie mich doch. Ich will doch nur meine alte Scully zurück."

"Mulder, Sie stehen unter Drogen. Wollen Sie das denn nicht begreifen?", 

"Ich habe keine Drogen genommen", beharrte er stur.

"Jemand hat sie Ihnen verabreicht."

"Es war niemand bei mir. Ich habe keine Tabletten genommen, keine Spritzen bekommen und nichts von anderen getrunken oder irgendwas inhaliert. Keiner hat mir Drogen gegeben. Sie wollen mich nur hinhalten. Sie wollen Zeit schinden, in der Hoffnung, daß Ihnen Ihre Freunde helfen. Ich werde es schnell tun und Sie werden nichts davon spüren. Danach sind Sie wieder die Alte."

"Bleiben Sie stehen und lassen Sie endlich die Waffe fallen", rief Scully ungeduldig.

Mulder hörte nicht auf sie. Mit einem Sprung war er direkt vor ihr. Ein Handkantenschlag und ihre Waffe sauste durch die Luft und außer Reichweite.

Scully rettete sich mit einem Sprung aus der Gefahrenzone.

Mulder war ihr zwar direkt auf den Fersen, doch Scully bekam soviel Zeit, um ihre Kräfte zu sammeln.

Sie hatte keine andere Wahl. Sie mußte Mulder irgendwie ausknocken.

Mit einem Tritt schaffte sie sich etwas Platz, dann ließ sie die Handkante auf seine Schulter sausen. Seine Waffe entglitt seinen Fingern und schlitterte klimpernd über den Fußboden. Sofort setzte Scully nach. Mit einem gezielten Tritt kickte sie ihm die Beine weg. Mulder landete hart auf dem Fußboden.

Scully war sofort über ihm. An der Schulter zerrte sie ihn herum, packte sein rechtes Handgelenk und verdrehte es hinter seinem Rücken nach oben. Mit einem weiteren Griff hatte sie die Handschellen aus der Tasche gezogen und ließ sie um seine Gelenke klicken. Erst als Mulder so gefesselt war, gab ihn Scully frei und zerrte ihn auf die Füße.

Sie stieß ihn vor sich her. Taumelnd stolperte Mulder vorwärts. Von seinen Haaren tropfte der Schweiß. Er glich jetzt nur noch einem Häufchen Elend.

Scully brachte ihn in eine größere Halle und kettete ihn dort an eine Maschine. Sie wollte kein weiteres Risiko eingehen.

Nach einem vergewissernden Blick ließ sie ihn alleine und ging zum Wagen zurück. Erst dort rief sie Skinner an und teilte ihm mit, das sie Mulder gefunden hätte. Ein Krankenwagen sollte ihn abholen. Sie wollte hier mit ihm warten und ihm ein Mittel zur Beruhigung geben.

Als sie das Gespräch beendet hatte, fischte sie ihre Tasche aus dem Kofferraum und kehrte zu Mulder zurück.

Zusammengesunken saß er neben der Maschine und starrte apathisch vor sich hin.

Scully köpfte eine Ampulle und zog das Medikament in den Kolben einer Spritze. Dann trat sie neben ihn, schob den Ärmel seines Shirts nach oben und desinfizierte die Stelle kurz.

Mulder wandte den Kopf und sah sie an. Resignation lag in seinem Blick.

Scully stach ihm die Nadel in den Muskel und drückte den Kolben nieder. Mulder verzog keine Miene. Stumm sah er sie an.

Als Scully die Nadel aus seinem Arm zog, rieb sie kurz über die Einstichstelle, um das Mittel besser zu verteilen.

"Warum?", fragte Mulder plötzlich leise.

Scully sah ihm kurz in die Augen. Sie glänzten fiebrig. Langsam schüttelte sie den Kopf, "ich weiß es nicht", sagte sie dann.

Mulder nickte schwach. Er lehnte den Kopf gegen die Maschine und schloß erschöpft die Augen.

Scully untersuchte ihn flüchtig, "Sie haben hohes Fieber. Sie sollten sich ausziehen, damit das Fieber runtergeht."

Mulder wandte den Kopf und sah sie kurz an. Tränen glitzerten in seinen Augen, "ich wußte es. - Nun nehmen Sie mich schon und bringen Sie es hinter sich. Das ist es doch, was Sie wollen. - Nur, - lassen Sie Scully wieder frei. - Bitte."

"Ich bin Scully", sagte sie und wußte doch, daß sie nicht zu ihm durchdrang.

Mulder schloß die Augen und harrte der Dinge, von denen er überzeugt war, daß sie auf ihn zukommen würden.

Scully erhob sich und machte sich auf die Suche nach kaltem Wasser. Wenn sie welches fand, konnte sie damit vielleicht das Fieber senken.

Als sie erneut ins Freie trat, sah sie einen Krankenwagen, der gerade vom Feldweg auf den Platz einbog. Scully winkte dem Fahrer zu und brachte die beiden Sanitäter schließlich zu Mulder.

Schnell erklärte sie, in welchem Zustand sich der Agent befand. Die Sanitäter nickten nur und legten Mulder, nachdem ihn Scully von den Handschellen befreit hatte, auf die Trage. Dort wurde er festgeschnallt und von Scully noch zusätzlich mit einer Handschelle am Gestell gesichert. Den Schlüssel dazu drückte sie den Sanitätern in die Hand.

"Wenn möglich, warten Sie mit dem Aufschließen, bis ich ebenfalls im Krankenhaus bin. Ich folge Ihnen. Der Mann darf sich auf keinen Fall der ärztlichen Behandlung entziehen."

Die Sanitäter nickten und schoben Mulder ins Freie. Der Agent hatte die Augen wieder geöffnet. Sein Blick irrte hin und her. Panik lag darin.

Scully legte ihm beruhigend die Hand auf die Schulter, "keine Angst. Sie werden jetzt ins Krankenhaus gebracht und behandelt. Bald sind Sie wieder der Alte. Ich werde Ihnen folgen und bei Ihnen bleiben."

Die Sanitäter schoben die Trage in den Wagen und schlossen die Türen. Scully wandte sich ab und wollte zu ihrem Wagen, um der Ambulanz zu folgen. Doch ein plötzlicher Schlag explodierte in ihrem Schädel. Sternchen blitzten auf, dann wurde es schwarz.

***

Verlassenes Werk südlich von Washington D.C.; 10:23 Uhr; 11. Juli

Unsanft wurde sie in die Realität zurück geholt.

Als sie die Augen aufschlug, erkannte sie Skinners Gesicht.

"Agent Scully, was ist geschehen? Wo ist Mulder?", fragte er besorgt.

Scully blinzelte und versuchte nachzudenken. Im ersten Augenblick hatte sie keine Ahnung, was überhaupt geschehen war, doch dann fiel ihr alles wieder ein.

"Die Sanitäter waren da und haben ihn mitgenommen. Ich wollte ihnen folgen, als mir plötzlich schwarz vor Augen wurde."

Skinner schüttelte den Kopf und ließ seinen Blick über den Platz gleiten, "Sie wurden anscheinend niedergeschlagen. Haben Sie irgend jemanden bemerkt?", 

Scully schüttelte leicht den Kopf und bereute es sofort, als ein stechender Schmerz durch ihre grauen Zellen fuhr.

Sie kniff kurz die Augen zusammen und stöhnte unterdrückt auf, "wissen Sie, wo man Mulder hingebracht hat?", 

Skinner schüttelte den Kopf, "nein. Und es kann auch nicht der angeforderte Krankenwagen gewesen sein. Denn der kam mit uns zusammen. Wir haben unterwegs aber auch keinen anderen Wagen gesehen. Inzwischen haben wir das ganze Gelände durchsucht. Von Mulder keine Spur. Das einzige was wir fanden, war Ihre Waffe. Sie lag auf dem Fußboden eines kleinen Raumes."

Scully setzte sich auf und sah sich um.

Sie befand sich auf der Trage in einem Krankenwagen. Die Sanitäter konnte sie jedoch nirgends entdecken.

"Haben Sie einen metallenen Stift gefunden, mit einer dicken Nadel darin? Eine Waffe?"fragte sie und glaubte bereits die Antwort zu kennen.

Skinner schüttelte den Kopf, "bisher nicht, doch die Kollegen suchen noch."

Scully stieß die Luft aus und schüttelte den Kopf, "sie werden vermutlich nichts mehr finden. Die haben alle Spuren beseitigt und wir stehen mit leeren Händen da, und Mulder ist auch wieder verschwunden."

"Erzählen Sie mir, was Sie wissen", forderte Skinner sie auf.

Scully schüttelte den Kopf und sprang von der Trage, "wir müssen zuerst eine Fahndung nach dem Krankenwagen herausgeben. Vielleicht haben wir Glück und finden ihn noch."

Skinner nickte und leitete sofort alles weitere in die Wege. Zusammen durchsuchten sie noch einmal das ganze Gelände, doch Scully behielt recht. Alle eventuellen Beweise waren verschwunden. Irgend jemand hatte hier gründlich aufgeräumt, nachdem Mulder fortgeschafft und Scully ausgeschaltet war.

Das Ergebnis der Fahndung blieb negativ. Von dem Krankenwagen oder von Mulder gab es keine Spuren. Man konnte noch nicht mal die Herkunft des Wagens erklären, da nirgends einer vermißt wurde.

Anhand von Scullys Beschreibungen, hatte man Fahndungen der beiden Sanitäter herausgegeben, doch auch das war bisher negativ. In keiner Datenbank war etwas über sie zu finden.

Erneut wurde eine groß angelegte Suchaktion nach Mulder gestartet. 

Scully wußte nur noch eine Adresse, bei der sie eventuelle Informationen bekommen konnte.

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